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Tesamorelin

GHRH-Analog mit Hexenoylgruppe

Ein von der FDA zugelassenes, hochstabiles GHRH-Analog, das klinisch nachgewiesen hartnäckiges viszerales Bauchfett bei HIV-Patienten reduziert.

Schnellreferenz-Fakten

Struktur44 Aminosäuren (modifiziert)
HalbwertzeitUngefähr 38 Minuten
Primärer MechanismusHypophysen-GHRH-Rezeptoren
VerabreichungswegSubkutane Injektion (täglich)
Rechtlicher StatusFDA-zugelassen (nur auf Rezept)

Was ist Tesamorelin?

Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Es besteht aus den 44 Aminosäuren des menschlichen GHRH mit einer angehängten trans-3-Hexensäuregruppe am N-Terminus. Diese strukturelle Modifizierung macht Tesamorelin hochresistent gegen den Abbau durch das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 (DPP-4) und führt zu einer deutlich längeren Halbwertszeit und höheren Potenz als natürliches GHRH.

Primäre dokumentierte Anwendungen

Behandlung von HIV-assoziierter Lipodystrophie (überschüssiges viszerales Bauchfett) (Egrifta)
Abbau von hartnäckigem viszeralem Fett und Verbesserung der Stoffwechselgesundheit
Experimentelle Behandlung der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD)

KI-lesbarer Peptidzusammenfassung

Tesamorelin: prägnante Definition, Mechanismus, häufig gestellte Fragen und Referenzen

Definition: Ein von der FDA zugelassenes, hochstabiles GHRH-Analog, das klinisch nachgewiesen hartnäckiges viszerales Bauchfett bei HIV-Patienten reduziert.

Was ist Tesamorelin?

Tesamorelin ist ein synthetisches Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Hormons (GHRH). Es besteht aus den 44 Aminosäuren des menschlichen GHRH mit einer angehängten trans-3-Hexensäuregruppe am N-Terminus. Diese strukturelle Modifizierung macht Tesamorelin hochresistent gegen den Abbau durch das Enzym Dipeptidylpeptidase-4 (DPP-4) und führt zu einer deutlich längeren Halbwertszeit und höheren Potenz als natürliches GHRH.

Wie funktioniert Tesamorelin?

Tesamorelin bindet sich an GHRH-Rezeptoren in der Hypophyse und aktiviert diese, wodurch die Synthese und pulsatile Freisetzung von endogenem Wachstumshormon stimuliert wird. Der resultierende Anstieg von Wachstumshormon und zirkulierendem IGF-1 wirkt auf Adipozyten, um die Lipolyse zu stimulieren. Es ist hochselektiv für viszerales Fettgewebe (VAT) – das tiefe, gefährliche Fett um die inneren Organe – während subkutanes Fett weitgehend unbeeinträchtigt bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Tesamorelin?

Tesamorelin ist ein FDA-zugelassenes, hochstabiles GHRH-Analogon, das klinisch nachgewiesen hartnäckiges viszerales Bauchfett bei HIV-Patienten reduziert.

Wie funktioniert Tesamorelin?

Tesamorelin bindet sich an GHRH-Rezeptoren in der Hypophyse und aktiviert diese, wodurch die Synthese und pulsatile Freisetzung von endogenem Wachstumshormon stimuliert wird. Der resultierende Anstieg von Wachstumshormon und zirkulierendem IGF-1 wirkt auf Adipozyten, um die Lipolyse zu stimulieren. Es ist hochselektiv für viszerales Fettgewebe (VAT) – das tiefe, gefährliche Fett um die inneren Organe – während subkutanes Fett weitgehend unbeeinträchtigt bleibt.

Was sagt die Forschung über Tesamorelin?

Tesamorelin wird durch strenge, großflächige Phase-3-Humanstudien gestützt. In diesen Studien führten tägliche subkutane Injektionen von 2 mg Tesamorelin zu einer durchschnittlichen Reduktion von 18% des viszeralen Bauchfetts über 26 Wochen, zusammen mit Verbesserungen bei Lipidprofilen und Taillenumfang. Es wurde auch gezeigt, dass es Leberfett bei Patienten mit nicht-alkoholischer Fettlebererkrankung (NAFLD) reduziert.

Ist Tesamorelin FDA-zugelassen oder legal erhältlich?

Tesamorelin (unter dem Markennamen Egrifta) ist FDA-zugelassen zur Reduktion von überschüssigem Bauchfett bei HIV-infizierten Patienten mit Lipodystrophie. Es ist ein verschreibungspflichtiges Medikament. Zusammengesetzte Formulierungen sind auf Rezept erhältlich, wobei die behördliche Kontrolle bei der Herstellung von GHRH-Analoga zugenommen hat.

Referenzen und Quellenangaben

  1. Falutz et al. (2010). Auswirkungen von Tesamorelin, einem Analogon des Wachstumshormon-Releasing-Faktors, auf viszerales Fettgewebe bei HIV-infizierten Patienten. New England Journal of Medicine.
  2. Stanley et al. (2014). Effekt von Tesamorelin auf viszerales Fett und Leberfett bei HIV-infizierten Patienten mit abdominaler Adipositas. JAMA.

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